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rassismus

Rassismus ist OUT!

 

Laut Definition in Duden, Gesetzen und Meinungen deklariert sich diese wie folgt:

„Rassismus ist eine Ideologie, nach der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale oder negativer Fremdzuschreibungen, die übertrieben, naturalisiert oder stereotypisiert werden, als „Rasse“, „Volk“ oder „Ethnie“ kategorisiert und ausgegrenzt werden. Bis ins 21. Jahrhundert“

– Auszug aus Wikipedia

Doch, stimmt es tatsächlich so mit dem gelebten überein?

Durch die vielen Beschäftigungen, welche ich in meinem bisherigen Leben ausgeübt habe, kam ich mit vielen Menschen in Kontakt. Sehr viele dieser Menschen kamen aus anderen Ländern, hatten eine andere Hautfarbe, verschiedene religiöse Werte, hatten bereits viele unterschiedliche Lebenserfahrungen gemacht. Und, diese Menschen waren bereits rassistisch geprägt. Soweit so gut.

Bevor mich jetzt ein Leser über die sprichwörtliche Klinge springen lässt: Im weitesten Sinne bin selbst ich ein Rassist. Muss ich zu meinem Leidwesen zugeben. Meiner definiert sich wie folgt:

Menschen, die anderen Lebewesen in vollen Bewusstsein Schaden zufügen sind in meinen Augen „Arschlöcher“. Und genau an diesem Punkt endet mein Rassismus auch!

Doch wo fängt eben dieser Rassismus an und wo endet er?

Das ist die Gretchenfrage, die sich Menschen seit Jahrhunderten stellen und bis heute keine wirklich greifbare Definition gefunden haben.

Was ich in meinem Leben wahrgenommen habe, sind die Umstände wie Erziehung und Umfeld, die Menschen zu Rassisten werden lassen. Aus diesen Umständen resultieren oberflächliche Bewertungen. Und genau diese sind ursprünglich für Rassismus. Sei es die Hautfarbe, Herkunft, Mentalität, Wissen, Lebensumstände, Religion, usw. Alles wird von uns Menschen bewertet. Somit legen Bewertungen auch den Wert eines Menschen fest.

Und da stellt sich die Frage: „Kann man einen Menschen überhaupt bewerten?“

Meine Auffassung dazu ist ein klares „Nein!“

Wir wissen doch überhaupt nicht wer dieser Mensch wirklich ist, den wir gerade, bewusst oder unbewusst, bewerten.

Vielleicht ist es ein Soldat, der gerade aus einem Krieg kommt und schwer traumatisiert ist. Was dieser Mensch alles gesehen und erlebt haben muss, können wir uns doch gar nicht vorstellen. Trotzdem bewerten Menschen ihn als z.B. Kindermörder, Schlächter oder sonst irgendetwas.

oder

Ein Jugendlicher, der von einem unwirtlichen Elternhaus in ein Kinderheim abgeschoben wurde, kommt wieder zurück in die Gesellschaft und wird dort als „Heimkind“ ab-gewertet.

oder

Ein hochbegabtes Kind, langweilt sich in der Schule, ist „auffällig“ und beteiligt sich nicht am Unterricht. Es wird als „Störenfried“ bewertet.

oder

Ein Obdachloser, der an einer Straßenecke sitzt und um ein paar Cent bettelt. Niemand, außer ihm, weiß wirklich, was ihn dort hingebracht hat. Trotzdem wird er als „Penner“ bewertet.

Das alles ist bereits Rassismus, weil es in bewusst abwertender Form gegen den Menschen geht.

Doch warum poche ich so auf den Umstand des Bewusstseins?

Weil es einfach so wichtig ist das Leben und Menschen bewusster zu betrachten. Bewertet ist ein Mensch situativ recht schnell. Nur in den meisten Fällen entspricht es nicht dem Menschen. Dadurch, dass wir Menschen, in der Regel, 90% Unterbewusstsein und nur 10 % Bewusstsein sind, nehmen wir gerne sehr schnell Bewertungen vor, die sich bei genauerer Betrachtungsweise als unzutreffend herausstellen können.

Gibt es denn dafür eine Lösung?

Ja, die gibt es!

Bevor Sie das nächste Mal einen Menschen bewerten, betrachten Sie ihn doch mal etwas genauer. Oder unterhalten Sie sich etwas mit ihm. Das kann bereits viel an der subjektiven Wahrnehmung verändern.

Denn, es ist immer die Geschichte des Menschen, die ihn ausmacht und nicht seine Hautfarbe, Erscheinung oder sein Verhalten. Es waren Situationen in seinem Leben, die einen Menschen haben werden lassen, wer sie/er jetzt ist.

Somit ist Rassismus ein, von Menschen gegen Lebewesen geschaffenes, Konstrukt das aus Ängsten, Abneigung, Neid, Missbrauch von Werten, Manipulation und Missgunst resultiert. Leider wird uns dieses Stigma bereits von frühester Kindheit an mitgegeben und auch von uns Menschen unbewusst gelebt und weitergereicht.

 

(Quelle: Markus Riedelsberger, Beratung & Coaching mit Herz & Hirn, Leimen 2022, Foto von Pixabay)

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