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Coaching Unternehmen

Eine berechtigte Frage, wenn es darum geht, dass Sie einen Termin bei mir für ein Coaching buchen möchten.

Nun, dann möchte Ihnen auch eine Frage stellen, welche Sie sich beim Lesen, danach oder sogar davor beantworten können, wenn Sie das möchten:

Sind Sie als Klient oder Unternehmen wirklich bereit etwas zu ändern und die Probleme gleich welcher Art am Schopf zu packen?

Da ich mich ja bereits im mittleren Alter bewege, liegt es offen auf der Hand, dass ich schon so einiges in meinem Leben erlebt habe. Bis zu meinem Burnout, war ich ein „fast“ normaler Mensch, wie jeder andere auch. Hatte konsumorientierte Wünsche, ging täglich meinen Jobs nach, ja, ich hatte über einen längeren Zeitraum 3 davon, hatte meine inneren und äußeren Themen, konsumierte Nachrichten im Radio und TV, startete mehrere Versuche eine funktionierende Beziehung/Ehe zu führen, ging gerne auf die Bedürfnisse anderer ein und vergaß mich dabei vollkommen. Ich war von all dem drum herum nur noch abgelenkt. Doch warum nur „FAST“? dazu komme ich später.

Der Burn-Out war für mich ein, zu gleichen Teilen, erschreckendes wie auch offenbarendes Erlebnis. Funktionierte ich doch so wie es mein Umfeld von mir forderte. Jeder konnte im Endeffekt mit mir machen was er eben gerade wollte oder fordern was er brauchte. Ich war angefüllt mit Triggern, die es mir schwer machten auch mal „STOPP“ oder „NEIN“ zu kommunizieren. Eben „everybody’s Darling“. Wenn ich es dann aber doch mal versuchte, wurden meine Trigger angesteuert und das war es dann wieder. Bis zum nächsten Mal. Das war die erschreckende Erkenntnis. Zumal sie mich in einem Leben gehalten hat, welches ich mir nicht unbedingt für mich gewünscht habe. Ich baute immer mehr ab und zugleich lud ich mir mehr und mehr auf die Schultern. So war ich ca. 600 Stunden im Monat beschäftigt / abgelenkt, schlief nur noch 4 Stunden in der Nacht und funktionierte brav.

Die ersten Monate nach dem Zusammenbruch war der Horror. Ich meckerte nur über andere, gab meinem Umfeld die Schuld an der Situation, war depressiv, heulte, bekam Panikattacken, Tinnitus und hatte keine Kraft mehr.

Doch, ich wäre heute nicht der Mensch der ich eben auch schon damals war. Ich bin einmal mehr aufgestanden, als hingefallen. Zuerst mit „Krücken“ und Hilfe, solange bis ich wieder langsam anfangen konnte alleine zu laufen. Mit ganz kleinen Schritten ging es los. Immer noch mit einem Freund, als Backup, an der Seite. So zogen verschiedene Therapien, Coachings und viel Selbsthilfe durch die nächsten 3 Jahre. Jeden Tag wurde ich kräftiger, verstand mehr und mehr den Sinn hinter dem Ganzen. Es kamen Features ans Tageslicht, die anfangs für neue Furore sorgten. Hochsensivität und Hochbegabung. Was, dachte ich. Ich, der Typ, der die Schule verkackt hat, sein Leben nie auf die Reihe bekommen hat. Ein Spielball für andere war. Kann nicht sein und geht gar nicht. Also lies ich mich wieder, diesmal von einem speziellen, Coach beraten. Zum einen um die Aussagen zu überprüfen und zum anderen um damit nun auch noch klarzukommen. Die gerade erst gewonnene Kraft schwand wieder. Ich ging nochmal durch mein gesamtes Leben. Diesmal nur aus einem anderen Blickwinkel. Und langsam, begann alles einen Sinn zu geben. Ich lernte mit den Geschenken umzugehen. Somit hat sich dann jetzt auch das „Fast“ erklärt.

Dann ging ich los. Mit leichterem frisch geschnürtem Rucksack, ging die Reise in Richtung Psychologie. Ich wollte verstehen lernen. Mich und andere. Anfangs nutze ich meine Features noch inflationär. Nahm alles mit was ich an neuem Wissen bekommen konnte. Und immer wieder ging ich in die Überprüfung. Hatte ich es richtig verstanden? Ist es wirklich so? Funktioniert das? Auch im beruflichen Umfeld, bei Kunden, Lieferanten, externen Mitarbeitern. Es war einfach nur ein geiles Gefühl, denn, JA, es funktionierte. In der Vergangenheit habe ich sehr oft den Satz verwendet: „Ich möchte mehr vergessen, als andere Menschen je gelernt haben“. Klingt total doof der Satz. Und, heute weiß ich das auch. Denn ich möchte nichts von alledem mehr vergessen, da es mich ausmacht. Im Burnout fing ich auch noch an zu Studieren. IT-Management, ich war ja IT-ler und wollte für das Unternehmen, für das ich arbeitete, einen besseren Nutzen bringen. Ich ging frisch ans Werk und es lief auch sehr gut.  Das neue Wissen verknüpfte ich mit dem alten und lernte dabei den Weg der Einfachheit. Alles ist verständlich, es kommt nur darauf an wie man es erklärt. So erkannte ich mehr und mehr, was sich hinter den Kulissen, der von mir betreuten Unternehmen verbarg. Ich konnte auf einmal mit Geschäftsführen auf Augenhöhe kommunizieren. Nahm viel mehr wahr. War nicht mehr nur der kleine IT-Techniker, den keiner wahrnimmt. Was für ein Erlebnis.

Der Ausbilderschein war dann die nächste Hürde, die es zu nehmen galt. Hatte ich bereits vieles über die Psyche gelesen und in Gesprächen wahrgenommen, war das schon eine andere Hausnummer. Jugendliche Hormonbomber. Das wird nichts, dachte ich. Aber, dank der coolen Art und Weise wie die Dozenten das Wissen vermittelten, wurde es was. Zusätzlich lernte ich noch wochenlang mit einem Freund zusammen, dass Wissen in mir zu verankern. Als dann das Zertifikat auf meiner Vitrine stand, war ich sichtlich Stolz auf mich. Ich hatte mich durchgekämpft, es verstanden und im Nachhinein war es gar nicht so schwer. Ab diesem Moment hatte ich Blut geleckt. Ich wollte es noch besser verstehen, etwas bewirken, Menschen Wege zeigen (was ich bereits mein ganzes Leben schon gemacht hatte, ohne es bewusst wahrzunehmen) dabei zu unterstützen, ein Leben zu leben, wie sie es sich wünschen. Doch etwas fehlte. Der Nachweis, dass ich es kann und darf. Also ging es ins nächste Studium zum psychologischen Berater & Personal Coach mit dem Zusatz der Burnout-Prävention.

Die Ernüchterung kam kurz nach dem Anfang des Studiums.

Selbstreflektion. Was für ein böses Wort.

Ich musste also weiter in mir aufräumen. Das gestaltete sich am Anfang für mich noch recht holprig. Waren die Fragen doch weitaus präziser gestellt, als ich sie mir selbst hätte so stellen können. Ich lies mich auf den Prozess ein und nach kurzer Zeit war ich offen und es ging von alleine. Ich lernte und reflektierte jeden Tag, Stundenlang. Nach 8 Wochen ging ich in die Prüfungen. Der Studiengang sollte 15 Monate dauern und ich bin schon fertig? Kann das sein? Ich überwand die Bedenken und bestand. Überzeugt war ich aber immer noch nicht so ganz. An diesem Punkt kam wieder einmal mein Coach ins Spiel. Sie, ausgestattet mit ähnlichen Features rückte mir den Kopf zurecht. Imposter-Syndrom war das Zauberwort, welches Sie benutzte. Also wischte ich mir die Scham über mein schnelles Lernen weg, rückte die Krone zurecht und lernte weiter und weiter. Jedes Buch, das mir sinnvoll erschien wanderte in meinen Kopf. Und es waren, so im Nachhinein, wirklich viele. Dazu gönnte ich mir noch ein paar Coachings und Seminare. 

So habe ich meinen eigenen Weg, meine mir eigene Art dabei entwickelt, anderen als Wegbegleiter zur Seite zu stehen. Und, auch mir selbst das gleich zu Teil werden lassen. Der Weg bis in die Gegenwart war nicht leicht, dennoch rückwirkend betrachtet sehr nachhaltig.

Das Fazit: Es hat sich mehr als gelohnt, sich auf den Weg zu begeben, als das Leben welches ich vorher gelebt habe, einfach so weiter laufen zu lassen.

Vor sich hinzuvegetieren, macht mich einfach nicht glücklich!

Ich hoffe ich konnte Ihnen zeigen mit wem Sie es zu tun haben und, dass Sie auch meine Frage für sich beantworten konnten. Wenn jetzt ein eindeutiges, JA, durch Ihren Geist schwirrt, freue ich mich von Ihnen zu hören oder zu lesen.

Und was macht mich nun als Berater & Coach aus? Ich, nur das.

 

(Quelle: Markus Riedelsberger, Beratung & Coaching mit Herz & Hirn,  Leimen 2022, Foto von K.S.)

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